Cannabis als “essentielles” Lebensmittel

Hanfprodukte sind derzeit in aller Munde und erobern längst nicht nur Bio-Märkte und vereinzelte “Öko-Haushalte” wie meinen 😉

Und das zu Recht – Die Hanfpflanze ist ein Wahnsinns-Produkt der Natur! nature love

Dies zeigt sich schon allein in der Vielseitigkeit der Nutzbarkeit der Hanf-Pflanze.
Aus Hanf können Papier, sämtliche Plastikprodukte (jedoch ohne den so umweltschädlichen Beigeschmack der Erdölprodukte), Textilien, Baustoffe für nahezu feuerfeste Häuser, Öle, Brennstoffe, Tiernahrung, Medikamente (bis 1936 war das übrigens Gang & Gebe, 80% der Arzneimittel basierten auf Hanf!) sowie Körperpflegeprodukte produziert werden – um nur einige Benefits zu nennen. Noch dazu gehört Hanf, mit bis zu 3 oder 4 Ernten pro Jahr, zu den schnell nachwachsenden Rohstoffen, kommt dabei ohne Dünger und Pestizide aus und reinigt zudem Luft und Böden in außerordentlicher Art und Weise. So wird Hanf explizit in Tschernobyl angepflanzt, um die Böden effektiver von Radioaktivität zu befreien. BÄM.

Dies soll euch nur eine Ahnung davon verschaffen, wie genial diese Pflanze eigentlich ist und was alles in ihr steckt. Man könnte ganze Enzyklopädien dazu schreiben.

In diesem Artikel möchte ich mich jedoch schwerpunktmäßig mit der Verwendung von Hanf als gesundes, wenn nicht sogar essentielles Lebensmittel befassen. Dazu vorab ein kleiner Exkurs in den menschlichen Körper.

Das Endocannabinoide System (ECS)

Das Endocannabinoidsystem wurde erstmalig Anfang der 90er Jahre beschrieben. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um ein 2-teiliges Rezeptor-Netzwerk, welches in sämtlichen Säugetieren zu finden ist. Einen Teil davon machen die s.g. CB1-Rezeptoren aus, welche primär im Zentralen Nervensystem (Gehirn + Rückenmark) zu finden sind. Den zweiten Part übernehmen die s.g. CB2-Rezeptoren, welche sich wiederum vorrangig in Immun- und Verdauungssystem finden.

Während die Rezeptoren im ECS als “Andockstation” für Cannabinoide fungieren, wird das System komplettiert durch
1. Enzyme, welche Bildung und Abbau der Cannabinoide steuern und
2. den Endocannabinoiden selbst, welche vom Körper natürlich produziert werden.

Bei Abweichungen von der Homöostase in den Körperfunktionen wird das Endocannabinoidsystem aktiviert und beginnt entsprechend zu reagieren, indem Endocannabinoide synthetisiert werden, welche dann als Neurotransmitter wirken und Reaktionen anstoßen, die dem Körper helfen sein physiologisches Gleichgewicht (auch Homöostase genannt) wieder herzustellen.

Das ECS nimmt also vornehmlich eine regulatorische Funktion im Körper ein.

Es reguliert eine Anzahl wichtiger Prozesse in Gehirn, Immunsystem und weiterer Organe und gewährleistet so die optimale Funktion dieser Strukturen.

Somit hat die Wissenschaft ein wichtiges Puzzleteil für das Potenzial des Körpers zur “Selbstheilung”, sagen wir besser „Selbstregulation“ gefunden.
Denn unser Körper kann das! Da stellt sich natürlich die Frage, warum in unserer Gesellschaft so viele Körper “aus dem Lot” geraten, sprich Krankheiten entwickeln.

Endocannabinoide und Phytocannabinoide

Der Knackpunkt liegt, im Bezug auf das ECS, in der Verfügbarkeit von Cannabinoiden.

Wie beschrieben machen die Endocannabinoide (vom Körper selbst gebildete Cannabinoide) einen Teil des Systems aus. Fehlt jedoch ein Puzzleteil im Mechanismus des Endocannabinoidsystems, so kann es nicht mehr in vollem Umfang arbeiten.

Und tatsächlich haben Forscher auch festgestellt, dass die Produktion von Endocannabinoiden im menschlichen Organismus bei den meisten Personen nicht ausreicht, um das System hinreichend zu füttern (erstmals 2004 von Dr. Ethan Russo ).

Und hier kommt Cannabis bzw. der Hanf mit seinen sogenannten Phytocannabinoiden (phyto = pflanzlich) ins Spiel. Der Clou ist, dass das Endocannabinoide System ebenfalls mit den Phytocannabinoiden interagieren kann. Das bedeutet, man kann das System gewissermaßen von Außen “füttern” und somit positiv beeinflussen. Und ganz sicher wurde das auch lange Zeit (unbewusst) getan, denn der Hanf war ein selbstverständliches Nahrungsmittel früherer Generationen (neben weiteren Verwendungen, wie eingangs erwähnt). Bis er, ich möchte fast sagen “böswillig” ins Exil geschickt wurde.

Der Vollständigkeit halber soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass auch andere Pflanzen außer Hanf Cannabinoide enthalten. Allerdings sucht das Spektrum der Cannabinoide im Hanf seines Gleichen, weshalb wir uns vorerst mal darauf fokussieren.

Führt man dem ECS nun Phytocannabinoide wie CBD über die Nahrung zu, können diese das ECS aktivieren und unter anderem die Endocannabinoide stärken und das gesamte Rezeptornetzwerk stimulieren, um die Homöostase zu erreichen und aufrecht zu erhalten.

Aber wie kann man dem Körper nun diese Phytocannabinoide zuführen?

Ab in den Bio-Markt und sämtliche Hanfprodukte ins Körbchen? Na ja, Lebensmittel auf Hanfbasis, wie Hanfsamen oder Hanfsamenöle, ergänzen die gesunde Ernährung auf jeden Fall sinnvoll. Zudem tut man der Umwelt etwas Gutes, wenn man verstärkt auf Artikel auf Hanfbasis zurückgreift und damit diesen Industriezweig unterstützt. Um aber tatsächlich an für den Körper qualitativ hochwertige Cannabinoide und CBD-Produkte zu kommen, müssen einige Dinge beachtet werden.

Wie eingangs erwähnt erfährt der Hanf gerade eine Renaissance und viele Firmen wollen davon profitieren – und so finden sich mittlerweile zahllose Anbieter von CBD-Produkten auf dem Markt. Leider auch einige “schwarze Schafe”.

Worauf es also bei der Auswahl eines qualitativ hochwertigen CBD-Produktes ankommt, erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag.

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